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Ewald Arenz im Hüttlinger

 

 

SCHWABACH – Man nehme: Schwarzen Humor, reichlich ausgefeilte Sprache,

nicht zu vergessen die Heiterkeit von Alltagssatire, ein Hauch von Skurrilität

sowie die Liebe zu den Schwächen der Mitmenschen. Fertig sind die

Geschichten, die Kolumnen , die Romane eben das literarische Werk

von Ewald Arenz.

 

Diese Mischung präsentierte der beliebte fränkische Autor in seiner

Lesung über seinen jüngsten Roman „Ehrlich & Söhne“ im feinen

Ambiente des Tafelsaal-Loft. Über 70 Freunde des literarischen

Vergnügens erlebten hier einen Abend mit viel Humor, Herz und

feinsinniger Sprache. Eingebettet wurden die Geschichten um den

Bestatter Friedrich Ehrlich und seinen vier Kindern von der Musik,

die ausdrucksvoll, treffend und versiert von Ruth Bäz am Piano

serviert wurde.

 

Doch ehe der berühmte Trauermarsch von Frederic Chopin zum

Auftakt in die morbide Bestatter-Welt erklang, freuten sich Brigitte

und Harald Fürbeth, die dieses Lesevergnügen organisiert hatten,

dass ihre Idee des literarischen Abends, der alle Sinne anspricht,

eine solche Resonanz gefunden hatte.

 

Zudem stand ein reichhaltiges und vielfältiges Büffet mit mediterranen

Schmankerln bereit, das von Konstantin Nastos in bewährter professioneller

Weise bestens vorbereitet war und bereits vor literarischen „Speisung“

herzhaft gestürmt wurde. So bestens eingestimmt, folgte man Ewald Arenz

genüsslich in seine Welt, die er seinen Zuhörern vorstellte aus dem

Blickwinkel der erwachsenen Söhne des Bestatters Friedrich Ehrlich.

Hiervon erzählte er die Episode um die „Heimkehr der Großmutter“,

was sich allerdings weniger als Umzug, sondern durch deren plötzlichen

Tod als Überführung in das elterliche Haus gestaltete. Ewald Arenz verstand

es hier ausgezeichnet, stets die Balance zu halten zwischen süffisanter

Heiterkeit, trockenem schwarzen Humor und der gefühlvollen, aber

durchaus sachlichen Schilderungen von Momenten, die zu Herzen gehen.

Eben gekonnt, ohne jemals ins Pathetische abzudriften! Sicherlich lag

hierin auch ein Schlüssel zu seinem Erfolg, den er mit seiner Lesung

nicht nur in Schwabach feiern konnte. Sein sonorer und pointierter

Vorlese-Ton sowie seine sympathische Art, mit der er jede Frage seiner

Leser am schön gestalteten Büchertisch der Buchhandlung Kreutzer

beantwortete, wirkten dazu wie der berühmte I-Punkt.

 

Wieder einmal also erlebte der Tafelsaal einen literarischen

Abend, der Dank seiner besonderen Atmosphäre und der perfekten

Rundumorganisation für ein sehr schönes Kulturerlebnis im Herzen

der Stadt sorgte.

 

Text und Bilder : Ursula Kaiser-Biburger

 

 
 
   

 

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